Zuckerhaltige Getränke erhöhen nicht nur das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken – sie könnten auch das Fortschreiten der Krankheit beschleunigen. Besonders kritisch scheinen glukose-und fruktosehaltige Limonaden zu sein, da diese die Metastasierung fördern können. Ein weiterer Grund, Softdrinks zu meiden.
CT-Scans können bei Kindern das Risiko für hämatologische Krebserkrankungen deutlich erhöhen – besonders bei mehrfacher Anwendung. Bis zu 10% der Krebsfälle könnten auf die Strahlenbelastung durch medizinische Bildgebung zurückzuführen sein. Röntgen hingegen scheint weniger gefährlich.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkrankten alleine in Deutschland im Jahr 2020 rund 54.770 Menschen an Darmkrebs. Zwar ist die Neuerkrankungsrate wohl aufgrund der Früherkennungskoloskopie rückläufig, auffällig ist jedoch, dass die Zahl der Darmkrebserkrankungen bei jungen Menschen zunimmt.
Checkpoint-Inhibitoren sind als Krebsmedikamente bekannt – doch Forschende der Universität Zürich haben nun eine überraschende neue Funktion entdeckt: Der Immunregulator TIGIT fördert die Gewebereparatur nach Virusinfektionen. Das eröffnet neue Therapiechancen bei Fibrosen und chronischen Wunden.
Patient-Reported Outcomes, also Patientenberichtete Endpunkte, sogenannte PROs, geben Aufschluss über Symptome, Belastung und Lebensqualität. Aber ob sie auch Hinweise zur Prognose geben können, war bisher nicht bekannt. Dabei ist hier gerade die Lebensqualität hier ein wichtiger Aspekt. Ziel einer aktuellen Untersuchung war darum herauszufinden,…
Die Medizinische Hochschule Hannover bietet als eine der ersten Kliniken in Deutschland eine neue Therapie für Patienten mit Bauchfellmetastasen an: Die neoadjuvante intraperitoneale Systemtherapie, kurz NIPS, kombiniert die systemische und lokale Chemotherapie über ein Portsystem im Bauchraum. Ziel ist es, Tumore operabel zu machen und die…
Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) könnte Kehlkopfkrebs schon in frühen Stadien an der Stimme erkannt werden. Möglich wird dies durch die Unterscheidung verschiedener Lautmarker.
Ein Vierteljahrhundert Krebsregistrierung in Niedersachsen: Das EKN feiert Jubiläum und präsentiert mit dem neuen interaktiven Krebsatlas ein bundesweit einzigartiges Tool. Erstmals ist damit eine kleinräumite Darstellung des Krebsgeschehens auf Gemeindeebne möglich – transparent, wissenschaftlich fundiert und zukunftsweisend für Prävention und…
Kann eine Herzinsuffizienztherapie die Lebensqualität von Krebspatienten im Endstadium verbessern? Eine Studie aus Deutschland kommt zu einer differenzierten Antwort: Zwar wurde der primäre Endpunkt verfehlt, doch es zeigen sich positive Effekte bei Überlebenden.
Nirgendwo wird so viel Alkohol konsumiert wie in der EU. Ein neuer WHO-Bericht dokumentiert die Folgen, demnach versuracht Alkohol zehntausende Krebsfälle. Konsequenterweise fordert die WHO politische Maßnahmen wie höhere Steuern, Werbeverbote und strengere Verkaufsregeln. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt.
Die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom wurde kürzlich umfassend überarbeitet. Im Fokus stehen Früherkennung, genetische Diagnostik, neue Therapiestrategien und der Organerhalt beim Rektumkarzinom. Die Empfehlungen sollen die Versorgung verbessern und insbesondere erblich bedingte Tumoren frühzeitig identifizieren helfen.
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall – viele Krebspatienten leiden unter Magen-Darm-Beschwerden. Eine neue Meta-Analyse zeigt jetzt, welche Ernährungskonzepte wirklich helfen. Besonders wirksam sind demnach Probiotika, Glutamin, Omega-3 – und Ingwer. Einige Nahrungsergänzungsmittel zeigen dagegen – anders als vermutet – keinerlei Effekt.
Die saure Umgebung im Tumor ist kein Nebenprodukt, sondern ein zentraler Überlebensfaktor für Krebszellen. Azidose verändert den Energiestoffwechsel, macht Tumorzellen widerstandsfähiger und ist damit ein möglicher neuer Ansatzpunkt für Therapien.
Moderne Krebstherapien wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) zeigen starke Effekte gegen Tumoren – doch sie können das Auge massiv schädigen. Hornhautveränderungen, Sehverlust und Therapieabbrüche sind möglich. Augenärztliche Kontrollen sind entscheidend, doch flächendeckende Versorgungsstrukturen fehlen bislang.
Burosumab kann bei bestimmten Risikopatienten zu schwerer Hyperkalzämie führen. Eine engmaschige Kontrolle von Serumkalzium und Parathormon ist essenziell, um Komplikationen zu vermeiden.