Wenn der „Wächter des Genoms“ versagt, hat Krebs leichtes Spiel: Bei etwa der Hälfte aller Tumoren ist das Schlüsselmolekül p53 mutiert und funktionslos. Mithilfe neu entwickelter Mini-Antikörper wird jetzt versucht, diese p53-Mutanten wieder stabilisieren und das Tumorsuppressorgen wieder funktionsfähig zu machen. Noch sind dies präklinische…
Biontech steht vor einem tiefgreifenden Umbruch: Sinkende Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen, Standortschließungen und bis zu 1.860 bedrohte Arbeitsplätze markieren das Ende einer Ära. Gleichzeitig investiert das Mainzer Unternehmen Milliarden in die Krebsmedizin und richtet sich strategisch neu aus. Der Kurswechsel hat Folgen – für Beschäftigte,…
Die robotergestützte Ösophagektomie ist bei resektablem Ösophaguskarzinom der konventionellen thorakoskopischen Technik mindestens ebenbürtig. In der randomisierten Phase‑III‑Studie RAMIE zeigte sich sogar ein möglicher Vorteil im 5‑Jahres-Gesamtüberleben – bei vergleichbarem Komplikationsprofil. Ergebnisse stärken die Rolle der Robotik in der…
Kinderwunsch trotz Krebsdiagnose, belastende Wechseljahresbeschwerden unter endokriner Therapie und ein erhöhtes Osteoporoserisiko: Der Hormonentzug stellt viele Brustkrebspatientinnen vor komplexe Herausforderungen. Aktuelle Studiendaten vom FOKO 2026 zeigen, welche Strategien onkologisch sicher sind – und wo individuelle Beratung besonders…
Darmkrebs trifft sozial benachteiligte Menschen besonders hart: Wer in ärmeren Wohngegenden lebt, erkrankt nicht nur häufiger, sondern stirbt auch öfter an der Krankheit. Dabei sind mehrere Faktoren entscheidend – vom Krankheitsstadium über den Verzicht auf Operationen bis hin zur Krankenversicherung.
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Depressionen, Angststörungen oder bipolare Erkrankungen sind bei Krebspatienten keine Randerscheinung – sie können die Lebenserwartung erheblich beeinflussen. Tritt eine psychische Erkrankung kurz nach der Krebsdiagnose erstmals auf, steigt das Sterberisiko in den folgenden Jahren signifikant. Frühzeitige Hilfe ist entscheidend.
Pestizide schützen Ernten – doch für Menschen können sie gefährlich werden. Es sind wohl nicht einzelne Wirkstoffe, sondern komplexe Pestizidgemische, die das Krebsrisiko erheblich steigern. Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Regionen und indigene Gemeinschaften. Die Ergebnisse stellen bisherige Annahmen zur Sicherheit vieler Pestizide…
Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen…
Ein bewegender Appell, große Hilfsbereitschaft und ein Tor mit besonderer Bedeutung: Beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Heidenheim gegen den FC St. Pauli ließen sich 455 Menschen als potenzielle Stammzellenspender registrieren. Auslöser war die Leukämie-Erkrankung der Freundin von FCH-Profi Eren Dinkçi – und ein starkes Zeichen der Solidarität…
Großbritannien geht einen radikalen Schritt im Kampf gegen Rauchen und Nikotinsucht: Ein generationenübergreifendes Tabakverbot soll den Kauf von Zigaretten dauerhaft beenden. Die WHO spricht von einem „starken Signal“ für langfristige Gesundheitsstrategien – und mahnt zugleich andere Länder wie Deutschland, entschlossener zu handeln.
Was wollen ältere Patienten mit fortgeschrittenem Krebs? Welche Wünsche haben sie? Was ist ihnen wichtiger: die Aufrechterhaltung der Lebensqualität oder die Verlängerung des Überlebens?
Kopf-Hals-Tumoren treffen Männer weiterhin deutlich häufiger als Frauen – doch aktuelle Krebsdaten aus Rheinland-Pfalz machen Hoffnung. Besonders bei Männern sinken die Neuerkrankungs- und Sterberaten leicht, auch bei Frauen zeichnet sich ein stabiler Trend ab. Moderne Therapien, frühere Eingriffe und präzisere Behandlungsverfahren verbessern die…
Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Alters – doch immer häufiger sind auch junge Erwachsene betroffen. Starkes Übergewicht, Typ‑2‑Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels könnten das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen. Besonders Stoffwechselerkrankungen in jungen Jahren rücken damit in den Fokus von Prävention und Früherkennung.
Nicht jede pflanzenbetonte Ernährung wirkt gleich auf das Krebsrisiko. Während manche Ernährungsformen schützen, können andere Risiken sogar erhöhen. Diesen Schluss lässt eine der bislang größten Analysen weltweit – mit über 1,8 Millionen Menschen aus 9 Studien – zu. Einige Ergebnisse sind durchaus überraschend.
Deutschland trinkt weniger – aber immer noch zu viel. Trotz sinkender Durchschnittswerte zählt die Bundesrepublik weiterhin zu den europäischen Hochkonsumländern. Aber Alkohol ist kein harmloses Genussmittel, sondern ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen fordert deshalb klare politische Konsequenzen – von…