Schon eine Minute Waldklänge über Kopfhörer steigert das Wohlbefinden, senkt Stress und verbessert die Konzentration – doch entscheidend ist, woher die Geräusche stammen. Vertraute Vogelstimmen aus heimischen Wäldern wirken deutlich erholsamer als exotische Klänge aus den Tropen. Wer den Klinik- oder Praxisalltag am Wochenende hinter sich lassen…
Stromazellen im Lymphknoten steuern über Botenstoffe die räumliche Organisation von Immunzellen. Bei aggressiven B-Zell-Lymphomen wie dem DLBCL gerät dieses System aus dem Gleichgewicht: Ein entzündlicher Rückkopplungsmechanismus programmiert die Stromazellen um – strukturgebende Chemokine gehen verloren, entzündliche Signale dominieren. Die…
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Krebsmedizin: KI-Modelle können das Überleben, das Metastasierungsrisiko und den Erfolg verschiedener Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs immer präziser vorhersagen . Damit könnten Tumorboards künftig gezieltere Entscheidungen treffen und Patienten von individuelleren Behandlungspfaden profitieren.
Immuntherapien verbessern die Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms erheblich, können aber schwere Nebenwirkungen auslösen. Bereits vor Beginn der Therapie vorhandene Autoantikörper im Blut könnten helfen, das individuelle Risiko für Nebenwirkungen präzise vorherzusagen – und die Therapie sicherer und gezielter zu gestalten.
Bei Darmkrebs senken minimalinvasive Eingriffe das Risiko für Komplikationen und Sterblichkeit deutlich – gerade bei hochbetagten oder multimorbiden Patienten. Paradox: Ausgerechnet jene, die am meisten profitieren würden, erhalten diese schonendere OP-Form jedoch viel seltener.
Welche Screening-Methode bietet den effektivsten Schutz vor Darmkrebs – die Koloskopie oder der FIT-Stuhltest? Eine neue Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren senken das Risiko deutlich, doch die Kombination erzielt die stärksten Effekte.
Beim Arzt ehrlich sein? Für viele leichter gesagt als getan. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Rund jeder dritte Patient hat schon einmal Informationen verschwiegen oder bewusst nicht die Wahrheit gesagt – etwa aus Scham, Angst vor Bewertung oder um eine bestimmte Therapie zu vermeiden. Da das Arzt-Patientengespräch aber von Offenheit lebt, sollten Sie…
Das Risiko für ein erneutes Auftreten von Darmpolypen wird bislang überwiegend anhand polypenspezifischer Merkmale bewertet. Doch auch demografische Faktoren wie Geschlecht, Alter, Adipositas oder familiäre Belastung beeinflussen das Rezidivrisiko entscheidend – und könnten zu präziseren, personalisierten Überwachungsstrategien führen.
Der Krieg mit dem Iran setzt globale Lieferketten unter Druck – mit direkten Folgen für die Arzneimittelherstellung. Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor Engpässen bei Helium, einem unverzichtbaren Gas für Qualitätskontrollen. Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Freigabe lebenswichtiger Medikamente verzögern.
Ein neu entdecktes Virus in einem bekannten Darmbakterium sorgt für Aufsehen in der Krebsforschung. Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses Virus bei Darmkrebspatienten deutlich häufiger vorkommt als bei gesunden Menschen. Was bedeutet das für die Entstehung von Darmkrebs – und welche neuen Perspektiven ergeben sich für Diagnose und Prävention?
Brustkrebs bleibt weltweit eine der größten Gesundheitsbelastungen – trotz medizinischer Fortschritte. Die neuesten Schätzungen zeigen ein weiterhin dynamisches Wachstum der Fallzahlen und zugleich eine Entwicklung, die seit Jahrzehnten sichtbar wird: Während wohlhabende Länder mit sinkender Sterblichkeit profitieren, steigen Inzidenz und…
Ab April 2026 können starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren jährlich eine Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) zur Lungenkrebs-Früherkennung nutzen. Die neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen soll Tumore früher sichtbar machen und basiert auf einem Beschluss des G-BA. Ärztinnen und Ärzte benötigen für das Screening…
Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen…
Nicht nur die Trinkmenge beeinflusst das Risiko für alkoholbedingte Krebserkrankungen – die Gene spielen in diesem Zusammenhang ebenso eine entscheidende Rolle. Forschende entdeckten einen zentralen Reparaturmechanismus der DNA, der durch Alkohol gestört werden kann. Menschen mit bestimmten Mutationen könnten daher selbst bei geringen Trinkmengen…
Tumore leuchten als Hologramme, Organe erscheinen als 3D-Modelle und Spezialisten assistieren als Avatare aus der Ferne. Was wie Science-Fiction wirkt, ist in Pius-Hospital in Oldenburg schon Realität – und verändert, wie Operationen geplant, trainiert und durchgeführt werden.