Krebszellen haben Mechanismen entwickelt, um der körpereigenen Immunabwehr zu entkommen. Wirkstoffe, die das unterbinden können, sind attraktive Ziele in der Entwicklung neuer Krebstherapien. Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann und Dr. Slava Ziegler am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (MPI) in Dortmund hat ein…
Menschliche Zellen verändern ständig ihre Form. Aus der Biologie ist bekannt, dass diese morphologischen Verformungen widerspiegeln, wie sich eine Zelle verändert. Bisher war die Forschung aber nur begrenzt in der Lage, die Bedeutung hinter der Form einer Zelle zu verstehen. In ihrer neuen Studie haben Rune Linding von der Humboldt-Universität zu…
Ein kontroverses Thema: die primäre Tumorresektion (PTR) vor der Chemotherapie bei Darmkrebspatienten mit asymptomatischem Primärtumor und nicht resektablen Metastasen. In einer randomisierten Phase-III-Studie zeigte sie nun kein besseres Ergebnis als die alleinige Chemotherapie.
Die Musterweiterbildungsordnung (MWBO) 2018 enthält eine missverständliche Formulierung, die nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie perspektivisch die hohe Qualität der Strahlentherapie gefährden könnte. Stein des Anstoßes ist, dass die bisher obligate zwölfmonatige Weiterbildung im stationären Bereich nun auch „in anderen…
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) kooperieren bei der Versorgung von Menschen mit erhöhtem Risiko für erblich bedingten Brust- und Eierstockkrebs: Zentren, die die nötigen Qualitäts- und Eignungsanforderungen erfüllen, können sich nun auch von der DKG als „Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs“…
Patienten mit einem fortgeschrittenen Urothelkarzinom haben ein schlechtes Gesamtüberleben nach platinbasierter Chemotherapie und PD-1- oder PD-L1-Inhibitor-Behandlung. Powles et al. untersuchten nun, inwieweit die Behandlung mit Enfortumab Vedotin zu einem verbesserten Gesamtüberleben führt.
Forscher testen in Laborversuchen die Wirkstoffkombination aus neuartigem Chemotherapeutikum und PARP-Inhibitor. Die Wirkung des zielgerichteten PARP-Inhibitor-Medikaments lässt sich so im Zellversuch steigern.
Ein interdisziplinäres Team unter Beteiligung von Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) hat untersucht, welche Wirkung eine Musikbegleittherapie auf die psychische Situation von Frauen hat, die sich aufgrund einer folgenden Chemotherapie einer Portkatheter-Operation unterziehen müssen. In der…
Brustkrebs ist bis heute eine der häufigsten Krebsdiagnosen für Frauen. Einige epidemiologische Studien haben beobachtet, dass die ultraviolette B-Strahlung der Sonne eine Schutzwirkung vor Brustkrebs haben könnte. In dieser Studie wurde nun erstmals genau dieser Zusammenhang beleuchtet – und verifiziert.
Die Möglichkeit, zwei Peptide miteinander zu verknüpfen, ist eine besonders effiziente Methode zur Synthese multifunktionaler Biomoleküle. Konventionell wird dies bislang durch mehrstufige Verfahren der Peptidherstellung erreicht, was jedoch sehr zeit- und ressourcenintensiv ist. Forscherinnen und Forscher der Universität und der…
Mehr als 90% aller Kinder, die an einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL) erkranken, überleben die Krankheit. Oft entwickeln die Patienten später jedoch sowohl körperlich als auch psychisch Nebenwirkungen, die auf die Therapie zurückzuführen sind. Die Lebensqualität leidet erheblich. Deswegen sehen Liv Andrés-Jensen und Kollegen die Zeit für eine…
Im Vergleich zur transrektalen Ultraschallbiopsie ist für die Fusionsbiopsie der mögliche Nutzen oder Schaden nicht ausreichend belegt. Es gibt aber Anzeichen für eine Reduzierung unnötiger Biopsien und Überdiagnosen.
Postoperative, nicht aber präoperative entzündungsbasierte Prognosemarker scheinen bei Darmkrebs im Stadium III das Gesamtüberleben (OS) und das rezidivfreie Überleben (RFS) genauer vorherzusagen. Zu diesem Ergebnis kommen nun Wissenschaftler aus Tokio, die hierzu eine retrospektive Studie mit knapp 600 Patienten durchführten.
Wissenschaftler*innen der TU Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie der Universität Oslo haben ein neues Analyse-System für die Brustkrebsdiagnostik anhand von Gewebeschnitten entwickelt, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruht.
Menschen, die Kaffee trinken, haben ein signifikant geringeres Risiko, an einem Nierenzellkarzinom zu erkranken als Menschen, die keinen Kaffee konsumieren. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler um Dr. Jongeun Rhee vom Nationalen Krebsinstitut in den USA durchgeführt haben.