Fatigue-Symptome während einer palliativen Chemotherapie sind schwer behandelbar. Auch eine 12-wöchige Behandlung mit Dexamethason bringt keine Linderung. Weder die Erschöpfung noch die Lebensqualität verbesserten sich signifikant – im Gegenteil: Verstopfung und soziale Folgeprobleme traten häufiger auf.
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat ein KI-Modell entwickelt, das die Aggressivität von Prostatakrebs präziser und nachvollziehbar bewertet. Die erklärbare KI „GleasonXAI“ spricht die „Sprache der Pathologie“.
Die Europäische Konferenz zu Infektionen bei Leukämie (ECIL) hat ihre Leitlinie zu ambulant erworbenen respiratorischen Virusinfektionen (CARV) nach 12 Jahren überarbeitet. Die Empfehlungen fassen zusammen, wie gefährlich Grippe, RSV & Co. für Leukämiepatienten sind – und welche Impf- und Therapieoptionen jetzt empfohlen werden.
Nicotinamid (Vitamin B3) kann das Risiko für Hautkrebs deutlich senken – sowohl bei Erst- als auch bei Zweittumoren. Besonders effektiv ist die Einnahme nach einer ersten Hautkrebserkrankung. Dermatologen fordern nun, Prävention früher zu beginnen.
Ein Drittel der Brustkrebspatientinnen spricht nicht ausreichend auf Tamoxifen an – das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut hat mit TAMENDOX eine Lösung entwickelt: Die Kombination mit (Z)-Endoxifen gleicht genetisch bedingte Stoffwechseldefizite aus und steigert die Wirksamkeit der Hormontherapie spürbar – individuell und verträglich.
Trotz fehlender Überlebensvorteile sprechen sich viele Ärztinnen, Ärzte und Patientinnen für ein Screening auf Hirnmetastasen bei Brustkrebs aus. Eine internationale Studie zeigt, wie groß der Informations- und Handlungsbedarf ist.
Viele Krebsüberlebende leiden unter anhaltender Erschöpfung. Eine aktuelle Studie zeigt: Fatigue und Schlafprobleme treten deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – besonders nach Chemo- und Strahlentherapie.
Ein neu entwickeltes Fusionsprotein kombiniert gezielt 2 Wirkmechanismen der Immuntherapie: Es blockiert das „Nicht-Angreifen“-Signal von Krebszellen und aktiviert gleichzeitig tumorbekämpfende Immunzellen. Dies könnte die Krebstherapie effizienter und nebenwirkungsärmer machen.
Nicht alle ALK-Fusionen bei Lungenkrebs sind gleich: Bestimmte Varianten sind aggressiver und sprechen schlechter auf Therapien an. Diese neuen Erkenntnisse könnten die personalisierte Behandlung von Lungenkrebs entscheidend verändern – und künftig eine differenzierte Therapieplanung ermöglichen.
Krebs gehört zu den häufigsten Todesursachen. Alleine in Deutschland verstarben 2023 Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zufolge 238.622 Menschen an Krebs. Prognosen sagen einen starken Anstieg der Zahlen von Krebsneuerkrankungen in der Zukunft voraus: von 18,5 Millionen im Jahr 2023 auf 30,5 Millionen im Jahr 2029.
Zuckerhaltige Getränke erhöhen nicht nur das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken – sie könnten auch das Fortschreiten der Krankheit beschleunigen. Besonders kritisch scheinen glukose-und fruktosehaltige Limonaden zu sein, da diese die Metastasierung fördern können. Ein weiterer Grund, Softdrinks zu meiden.
CT-Scans können bei Kindern das Risiko für hämatologische Krebserkrankungen deutlich erhöhen – besonders bei mehrfacher Anwendung. Bis zu 10% der Krebsfälle könnten auf die Strahlenbelastung durch medizinische Bildgebung zurückzuführen sein. Röntgen hingegen scheint weniger gefährlich.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkrankten alleine in Deutschland im Jahr 2020 rund 54.770 Menschen an Darmkrebs. Zwar ist die Neuerkrankungsrate wohl aufgrund der Früherkennungskoloskopie rückläufig, auffällig ist jedoch, dass die Zahl der Darmkrebserkrankungen bei jungen Menschen zunimmt.
Checkpoint-Inhibitoren sind als Krebsmedikamente bekannt – doch Forschende der Universität Zürich haben nun eine überraschende neue Funktion entdeckt: Der Immunregulator TIGIT fördert die Gewebereparatur nach Virusinfektionen. Das eröffnet neue Therapiechancen bei Fibrosen und chronischen Wunden.
Patient-Reported Outcomes, also Patientenberichtete Endpunkte, sogenannte PROs, geben Aufschluss über Symptome, Belastung und Lebensqualität. Aber ob sie auch Hinweise zur Prognose geben können, war bisher nicht bekannt. Dabei ist hier gerade die Lebensqualität hier ein wichtiger Aspekt. Ziel einer aktuellen Untersuchung war darum herauszufinden,…