Pankreaskrebs wird häufig erst spät diagnostiziert – mit gravierenden Folgen für die Prognose. Neue multianalytische Screening-Tests auf Basis von Flüssigbiopsien wie beispielsweise der CancerSEEK-Test könnten das ändern: Sie erkennen Tumorsignale im Blut bereits bei asymptomatischen Patienten. Doch wie leistungsfähig ist dieser neue Test wirklich?
Immer mehr Menschen unter 50 erkranken an Darmkrebs – die Ursachen sind bislang unklar. Eine neue US-Studie legt nahe: Der Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln wie Softdrinks, Snacks und Fertiggerichten könnte das Risiko für Darmkrebsvorstufen deutlich steigern. Forschende fordern nun eine genauere Untersuchung dieser Produkte.
Sechs Jahre nach einer Darmkrebsoperation liegt die Rezidivrate unter 0,5%. Ab diesem Zeitpunkt kann man – das legen Daten einer großangelegten Analyse nahe – von Heilung sprechen. Das ist ein Meilenstein für die Kommunikation mit Betroffenen und die Nachsorgeplanung – unnötige Langzeitüberwachung könnte künftig reduziert werden.
Unkontrollierter Gewichtsverlust bei Krebs ist mehr als ein Abbauf von Muskulatur: Zahlreiche Organe stellen ihren Stoffwechsel synchron um und tragen so gemeinsam zur Kachexie bei. Die Entdeckung einer universellen metabolischen Signatur eröffnet neue Ansatzpunkte für Diagnose und Therapie.
Lindern cannabishaltige Arzneimittel chronische Nervenschmerzen – oder schaden sie mehr als sie nützen? Ein aktualisierter Cochrane Review findet keine verlässlichen Belege für eine wirksame Schmerzlinderung. Die Studienlage ist dünn, methodisch schwach und von kurzen Laufzeiten geprägt. Fachleute fordern dringend bessere Langzeitstudien.
Bei lokalem Prostatakrebs bringt eine Hormontherapie über 9–12 Monate hinaus kaum zusätzlichen Nutzen, erhöht aber das Risiko für Herz- und Stoffwechselprobleme. Ärztinnen und Ärzte könnten künftig individueller entscheiden – für mehr Sicherheit und Lebensqualität.
Rund 55.000 Menschen erkranken alleine in Deutschland jährlich neu an Darmkrebs. Zwar sind die Zahlen rückläufig und die Zahl darmkrebsbedingter Todesfälle ist in den vergangenen Jahren etwa aufgrund von Früherkennungsprogrammen zurückgegangen. Doch bei einer späten Diagnose ist die Behandlung von Darmkrebs noch immer herausfordernd.
Seltene Tumoren mit Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) galten lange als schwer behandelbar. Eine australische Studie liefert nun Hoffnung: Die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab erzielte bei fortgeschrittenen dMMR/MSI-H-Tumoren eine Ansprechrate von 63% und deutet auf eine langanhaltende Wirksamkeit hin.
Moderne Therapien wie CAR-T-Zellen und Checkpoint-Inhibitoren haben die Behandlung bösartiger Lymphome revolutioniert. Doch oft kommt es zu Rückfällen: Tumorzellen entwickeln Resistenzen. Eine neue Übersichtsarbeit zeigt die vier zentralen Mechanismen auf – und welche innovativen Strategien in der Pipeline sind, um diese Hürden zu überwinden.
M.Dörr & M.Frommherz/stock.adobe.com_posed by a model
Die Angst vor einem Rezidiv belastet viele Krebsüberlebende – oft über Jahre. Schlafstörungen, Unruhe und verminderte Lebensqualität sind die Folge. Online-Interventionen können diese Furcht wirksam und nachhaltig reduzieren. Sechs digitale Module ersetzen lange Wartezeiten und bieten therapeutische Unterstützung direkt zu Hause.
Schmerzmittel wie Diclofenac und Paracetamol gelten als sicher. Sie können aber den Eisenstoffwechsel von Leberkrebszellen beeinflussen und dadurch das Risiko für Anämien oder Eisenmangel bei Krebspatienten erhöhen. Was bedeutet das für die Therapie – und welche Alternativen gibt es?
Separate primäre Lungentumore von Lungenmetastasen zu unterscheiden, ist nicht trivial, aber wichtig. Die Kombination zweier Algorithmen ermöglicht nun eine genaue Klassifizierung mehrerer Tumorherde. Das Ergebnis eines Tests unter Praxisbedingungen: Deutlich höhere Genauigkeit – selbst bei begrenzten Sequenzierkapazitäten.
Eine internationale Studie liefert erstmals Referenzwerte für die totale Pankreasentfernung – einen Eingriff mit hoher Mortalität. Die Analyse von 994 Fällen aus 25 Zentren zeigt: Trotz optimaler Bedingungen liegt die Sterblichkeit bei 6,3 %. Damit ist das Risiko 3-mal höher als bei der Pankreatoduodenektomie. Die neuen Daten sollen künftig die…
Bewegung spielt in Gesundheitsfragen eine bedeutende Rolle, auch hinsichtlich der Krebsprävention. Das gilt auch für gastrointestinale Tumore. So verringert sich etwa das Risiko für Darmkrebs oder Magenkrebs bei regelmäßiger körperlicher Aktivität.
Nicht jeder Pankreastumor ist das, was er scheint. In sehr seltenen Fällen kann ein Hodgkin-Lymphom dahinter stecken, wie jetzt eine außergewöhnlicher Fallbericht zeigt. Die Diagnose gelang erst durch eine Biopsie – und veränderte den gesamten Therapieplan.