Depressionen, Angststörungen oder bipolare Erkrankungen sind bei Krebspatienten keine Randerscheinung – sie können die Lebenserwartung erheblich beeinflussen. Tritt eine psychische Erkrankung kurz nach der Krebsdiagnose erstmals auf, steigt das Sterberisiko in den folgenden Jahren signifikant. Frühzeitige Hilfe ist entscheidend.
Pestizide schützen Ernten – doch für Menschen können sie gefährlich werden. Es sind wohl nicht einzelne Wirkstoffe, sondern komplexe Pestizidgemische, die das Krebsrisiko erheblich steigern. Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Regionen und indigene Gemeinschaften. Die Ergebnisse stellen bisherige Annahmen zur Sicherheit vieler Pestizide…
Patientinnen und Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie erkranken doppelt so häufig an Hautkrebs wie vergleichbare Personen ohne CLL. Vor allem Basalzell- und Plattenepithelkarzinome treten deutlich häufiger auf. Auch das Risiko für hautkrebsspezifische Metastasen und Todesfälle ist erhöht, bleibt aber – absolut betrachtet – angesichts…
Beim Rezidiv eines platinresistenten Ovarialkarzinoms gelang eine langfristige Krankheitskontrolle bislang nur selten. Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 zeigt nun erstmals einen signifikanten Überlebensvorteil durch die Kombination von Pembrolizumab mit wöchentlichem Paclitaxel. In der Gesamtpopulation stieg das mediane Gesamtüberleben…
Leben in der Nähe von Atomkraftwerken könnte tödlicher sein als angenommen: Eine umfassende US‑Studie zeigt erhöhte Krebssterblichkeit in umliegenden Regionen – selbst nach Berücksichtigung zahlreicher Risikofaktoren. Die Ergebnisse werfen neue Fragen zur Sicherheit der Kernenergie auf, gerade in Zeiten ihrer klimapolitischen Renaissance.
Was wollen ältere Patienten mit fortgeschrittenem Krebs? Welche Wünsche haben sie? Was ist ihnen wichtiger: die Aufrechterhaltung der Lebensqualität oder die Verlängerung des Überlebens?
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Khloé Kardashian bewirbt Migränemittel, Fitness-Influencer promoten Steroide, Patienten-Influencer teilen ihre Erfahrungen mit Antidepressiva – und Millionen Follower hören zu. Was nach authentischem Erfahrungsbericht klingt, ist nicht selten bezahlte Pharmawerbung. Dies aber kann gefährlich sein: Die Promotion verschreibungspflichtiger Medikamente…
Periphere Neuropathien unter Taxan-Therapie betreffen bis zu 70% der Behandelten – wirksame Präventionsstrategien fehlen. Ein einfaches Risikomodell auf Basis von 5 klinischen Faktoren könnte künftig helfen, besonders gefährdete Patienten bereits vor Therapiebeginn zu identifizieren. Zwischen der niedrigsten und der höchsten Risikogruppe lag die…
Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Alters – doch immer häufiger sind auch junge Erwachsene betroffen. Starkes Übergewicht, Typ‑2‑Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels könnten das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen. Besonders Stoffwechselerkrankungen in jungen Jahren rücken damit in den Fokus von Prävention und Früherkennung.
Nicht jede pflanzenbetonte Ernährung wirkt gleich auf das Krebsrisiko. Während manche Ernährungsformen schützen, können andere Risiken sogar erhöhen. Diesen Schluss lässt eine der bislang größten Analysen weltweit – mit über 1,8 Millionen Menschen aus 9 Studien – zu. Einige Ergebnisse sind durchaus überraschend.
Ein neuartiges Antikörper-Wirkstoff-Konjugat sorgt in der CADENZA-Studie für Aufsehen: Bei Patienten mit der seltenen, aggressiven Blutkrebserkrankung BPDCN erreichte Pivekimab Sunirin hohe Ansprechraten und lang anhaltende Remissionen – besonders bei de-novo Erkrankten. Die Daten lassen auf einen möglichen neuen Standard in der Erstlinientherapie…
Rund um Abtreibungen und Fehlgeburten kursieren viele Mythen – einer davon betrifft ein angeblich erhöhtes Brustkrebsrisiko. Eine neue große Registerstudie aus Finnland liefert nun klare Erkenntnisse: Weder induzierte Abtreibungen noch Fehlgeburten steigern das Risiko für Brustkrebs. Auch Anzahl oder Zeitpunkt spielen dabei keine Rolle.
Stromazellen im Lymphknoten steuern über Botenstoffe die räumliche Organisation von Immunzellen. Bei aggressiven B-Zell-Lymphomen wie dem DLBCL gerät dieses System aus dem Gleichgewicht: Ein entzündlicher Rückkopplungsmechanismus programmiert die Stromazellen um – strukturgebende Chemokine gehen verloren, entzündliche Signale dominieren. Die…
Checkpoint-Inhibitoren erzielen beim epithelialen Ovarialkarzinom Ansprechraten von nur 10–15 %. Eine zentrale Ursache liegt offenbar im Fettstoffwechsel omentaler Metastasen: Tumorassoziierte Makrophagen nehmen dort große Mengen Lipide auf, geraten unter oxidativen Stress und unterdrücken die Immunantwort. Durch pharmakologische Blockade des…
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Krebsmedizin: KI-Modelle können das Überleben, das Metastasierungsrisiko und den Erfolg verschiedener Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs immer präziser vorhersagen . Damit könnten Tumorboards künftig gezieltere Entscheidungen treffen und Patienten von individuelleren Behandlungspfaden profitieren.