Bestimmte Bakterien und Pilze im Mund können das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs massiv erhöhen – um mehr als das Dreifache. Die Erkenntnisse könnten die Früherkennung revolutionieren und neue Wege für Prävention eröffnen. Jetzt rückt das orale Mikrobiom ins Zentrum der Krebsforschung.
Ein bakterielles Stoffwechselprodukt aus pflanzlicher Nahrung schützt die Darmschleimhaut und stärkt die Immunabwehr nach Krebsbehandlungen wie Bestrahlung oder Stammzelltransplantation: Desaminotyrosin fördert die Regeneration durch Stammzellen und könnte künftig Nebenwirkungen lindern und Therapieerfolge verbessern.
Soziale Isolation und Einsamkeit sind mehr als nur psychische Belastungen – sie erhöhen die Sterblichkeit bei Krebspatienten. Das Risiko für Gesamt- und Krebssterblichkeit steigt.
Die minimalinvasive thorakoskopische Ösophagektomie ist der offenen Operation beim Ösophaguskarzinom in puncto Überleben und Komplikationen ebenbürtig – mit ähnlichen Überlebensraten und Komplikationsprofilen. Damit scheint die minimalinvasive Technik eine valide Alternative zur offenen Operation zu sein.
Forschende am Universitätsklinikum Tübingen haben eine neue Schwachstelle im Erbgut kindlicher Hirntumore entdeckt: Die Kombination zweier Medikamente zeigt vielversprechende Ergebnisse bei einer Untergruppe von Medullablastomen mit hoher Aktivität des Sonic-Hedgehog (SHH)-Signalwegs. Eine Kombinationstherapie aus SHH- und DNMT1-Inhibitoren könnte,…
Glioblastome gelten als die aggressivsten Hirntumore – doch ihr Einfluss reicht weiter als bisher gedacht: Die Tumoren verändern das Schädelknochenmark, fördern Entzündungen und untergraben die Immunabwehr. Damit rückt die systemische Wirkung der Erkrankung in den Fokus der Forschung.
Die körperliche Erschöpfung bei Krebs ist messbar – und zwar im Blut. Forschende der University of California fanden heraus, dass bestimmte Entzündungsmarker mit verschiedenen Facetten der Fatigue korrelieren. Doch nicht alle Formen der Müdigkeit lassen sich biologisch erklären.
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Depressionen beeinflussen nicht nur das seelische Wohlbefinden, sondern auch den körperlichen Heilungsverlauf nach einer Krebsoperation: Patienten mit unbehandelter Depression haben schlechtere OP-Ergebnisse und verursachen höhere Kosten. Antidepressiva können die negativen Folgen offenbar etwas abmildern – ein Allheilmittel sind sie aber nicht.
Eine transparente und ehrliche Kommunikation ist auch und gerade bei Krebserkrankungen bedeutend – ganz besonders auch im Sinne des „Shared Decision Making”. Während dies in vielen Bereichen der Medizin schon umgesetzt wird, besteht insbesondere in der Kommunikation mit jungen Krebspatienten und ihren Eltern Nachbesserungsbedarf.
Komplementärmedizinische Maßnahmen sind äußerst beliebt, aber wenig wissenschaftlich erforscht. Eine Forschergruppe will das nun ändern. Ihr Fokus liegt auf der „Food and Medicine Homology“ in der Onkologie – ein Prinzip, das Ernährung und Heilwirkung verbindet.
Tumoren schützen sich mit dichtem Gewebe und Proteinen vor dem Immunsystem. Ein internationales Team hat nun einen Antikörper entwickelt, der diese Barriere durchbricht: DUNP19 bindet gezielt an LRRC15, macht Tumoren sichtbar und zerstört sie gleichzeitig. Die Kombination mit Immuntherapien zeigt spektakuläre Erfolge.
Leberkrebs ist die weltweit sechshäufigste Krebsart und die dritthäufigste Ursache für krebsbedingte Sterblichkeit. Oftmals wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, was zu einer schlechten Prognose führt.
Patientenspezifische Organoide eröffnen neue Chancen in der Darmkrebstherapie: Mini-Tumore aus Patientenproben können helfen, die wirksamste Behandlung vorab zu bestimmen. Ein Eiweiß namens xCT könnte dabei als Biomarker die Therapieentscheidung erleichtern.
Zöliakie, Lupus und Typ-1-Diabetes sind mit einem erhöhten Risiko für Krebs im Verdauungstrakt assoziiert. Die Studienautor:innen fordern nun gezielte Vorsorgeprogramme – insbesondere für junge Patienten mit Autoimmunerkrankungen.
Fatigue-Symptome während einer palliativen Chemotherapie sind schwer behandelbar. Auch eine 12-wöchige Behandlung mit Dexamethason bringt keine Linderung. Weder die Erschöpfung noch die Lebensqualität verbesserten sich signifikant – im Gegenteil: Verstopfung und soziale Folgeprobleme traten häufiger auf.