Die körperliche Erschöpfung bei Krebs ist messbar – und zwar im Blut. Forschende der University of California fanden heraus, dass bestimmte Entzündungsmarker mit verschiedenen Facetten der Fatigue korrelieren. Doch nicht alle Formen der Müdigkeit lassen sich biologisch erklären.
Wordley Calvo Stock/stock.adobe.com – Stock photo. Posed by a model.
Depressionen beeinflussen nicht nur das seelische Wohlbefinden, sondern auch den körperlichen Heilungsverlauf nach einer Krebsoperation: Patienten mit unbehandelter Depression haben schlechtere OP-Ergebnisse und verursachen höhere Kosten. Antidepressiva können die negativen Folgen offenbar etwas abmildern – ein Allheilmittel sind sie aber nicht.
Eine transparente und ehrliche Kommunikation ist auch und gerade bei Krebserkrankungen bedeutend – ganz besonders auch im Sinne des „Shared Decision Making”. Während dies in vielen Bereichen der Medizin schon umgesetzt wird, besteht insbesondere in der Kommunikation mit jungen Krebspatienten und ihren Eltern Nachbesserungsbedarf.
Komplementärmedizinische Maßnahmen sind äußerst beliebt, aber wenig wissenschaftlich erforscht. Eine Forschergruppe will das nun ändern. Ihr Fokus liegt auf der „Food and Medicine Homology“ in der Onkologie – ein Prinzip, das Ernährung und Heilwirkung verbindet.
Tumoren schützen sich mit dichtem Gewebe und Proteinen vor dem Immunsystem. Ein internationales Team hat nun einen Antikörper entwickelt, der diese Barriere durchbricht: DUNP19 bindet gezielt an LRRC15, macht Tumoren sichtbar und zerstört sie gleichzeitig. Die Kombination mit Immuntherapien zeigt spektakuläre Erfolge.
Leberkrebs ist die weltweit sechshäufigste Krebsart und die dritthäufigste Ursache für krebsbedingte Sterblichkeit. Oftmals wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, was zu einer schlechten Prognose führt.
Patientenspezifische Organoide eröffnen neue Chancen in der Darmkrebstherapie: Mini-Tumore aus Patientenproben können helfen, die wirksamste Behandlung vorab zu bestimmen. Ein Eiweiß namens xCT könnte dabei als Biomarker die Therapieentscheidung erleichtern.
Zöliakie, Lupus und Typ-1-Diabetes sind mit einem erhöhten Risiko für Krebs im Verdauungstrakt assoziiert. Die Studienautor:innen fordern nun gezielte Vorsorgeprogramme – insbesondere für junge Patienten mit Autoimmunerkrankungen.
Fatigue-Symptome während einer palliativen Chemotherapie sind schwer behandelbar. Auch eine 12-wöchige Behandlung mit Dexamethason bringt keine Linderung. Weder die Erschöpfung noch die Lebensqualität verbesserten sich signifikant – im Gegenteil: Verstopfung und soziale Folgeprobleme traten häufiger auf.
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat ein KI-Modell entwickelt, das die Aggressivität von Prostatakrebs präziser und nachvollziehbar bewertet. Die erklärbare KI „GleasonXAI“ spricht die „Sprache der Pathologie“.
Die Europäische Konferenz zu Infektionen bei Leukämie (ECIL) hat ihre Leitlinie zu ambulant erworbenen respiratorischen Virusinfektionen (CARV) nach 12 Jahren überarbeitet. Die Empfehlungen fassen zusammen, wie gefährlich Grippe, RSV & Co. für Leukämiepatienten sind – und welche Impf- und Therapieoptionen jetzt empfohlen werden.
Nicotinamid (Vitamin B3) kann das Risiko für Hautkrebs deutlich senken – sowohl bei Erst- als auch bei Zweittumoren. Besonders effektiv ist die Einnahme nach einer ersten Hautkrebserkrankung. Dermatologen fordern nun, Prävention früher zu beginnen.
Ein Drittel der Brustkrebspatientinnen spricht nicht ausreichend auf Tamoxifen an – das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut hat mit TAMENDOX eine Lösung entwickelt: Die Kombination mit (Z)-Endoxifen gleicht genetisch bedingte Stoffwechseldefizite aus und steigert die Wirksamkeit der Hormontherapie spürbar – individuell und verträglich.
Trotz fehlender Überlebensvorteile sprechen sich viele Ärztinnen, Ärzte und Patientinnen für ein Screening auf Hirnmetastasen bei Brustkrebs aus. Eine internationale Studie zeigt, wie groß der Informations- und Handlungsbedarf ist.
Viele Krebsüberlebende leiden unter anhaltender Erschöpfung. Eine aktuelle Studie zeigt: Fatigue und Schlafprobleme treten deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – besonders nach Chemo- und Strahlentherapie.