Deutschland setzt im Kampf gegen ungesunde Lebensweisen weniger auf staatliche Vorgaben als andere europäische Länder. Während Großbritannien und Skandinavien strengere Regeln für Tabak, Alkohol und Zucker einführen, bleibt die Bundesrepublik zurückhaltend. Experten fordern höhere Steuern und klare Maßnahmen, um Krebs, Diabetes und Herzkrankheiten…
Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte in Baden-Württemberg sinkt – vor allem bei Jugendlichen. Social Media und neue Freizeittrends bremsen den Konsum. Dennoch bleibt Deutschland ein Land der Vieltrinker Denn Erwachsene bleiben eine Risikogruppe; Leberkrankheiten und Milliardenkosten belasten das Land.
Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind fettleibig – Tendenz steigend. Die WHO sieht in GLP-1-Medikamenten eine Option, warnt aber vor falschen Hoffnungen: Ohne gesunde Ernährung und Bewegung bleibt die Spritze wirkungslos. Zudem sind Langzeitfolgen unklar und der Zugang für ärmere Länder kritisch.
Die größte Studie zu pflanzenbasierter Ernährung im deutschsprachigen Raum nimmt nun auch Kinder unter die Lupe. Das neue Modul „kids/family“ untersucht, wie stark das Essverhalten von Eltern die Ernährung ihrer Kinder beeinflusst – und welche sozialen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Bis zu 200 Familien sollen teilnehmen.
Trotz klarer Evidenz für Mortalitätsreduktion liegt die Teilnahme am Mammografie-Screening in Nordrhein-Westphalen bei nur 55%. Fachgesellschaften fordern eine Quote von mindestens 70%, um die Früherkennung zu optimieren. Es gilt also Patientinnen zu sensibilisieren und die Versorgungslücke zu schließen.
Eine bundesweite Analyse des BUND zeigt: In fast allen untersuchten Trinkwasserproben finden sich PFAS – sogenannte Ewigkeitschemikalien, die sich nicht abbauen und gesundheitsschädlich sein können. In Niedersachsen waren alle Proben betroffen. Experten fordern strengere Grenzwerte und ein schnelles Ende der PFAS-Produktion.
Am „Tag der Krebsvorsorge“ rufen AOK und Deutsche Krebsgesellschaft dazu auf, die HPV-Impfquote in Deutschland deutlich zu erhöhen. Neue Auswertungen des WIdO zeigen: Geimpfte Frauen benötigen nur halb so häufig eine Konisation wie ungeimpfte. Die Kombination aus Impfung und Vorsorge bietet den besten Schutz vor Gebärmutterhalskrebs – doch die…
Immer mehr Menschen in Bayern nutzen die Chance zur Krebsvorsorge – ein wichtiger Schritt, um Leben zu retten. Doch trotz steigender Zahlen bleibt die Teilnahme zu niedrig. Welche Untersuchungen besonders gefragt sind, wo die größten Lücken bestehen und warum Prävention schon in der Kindheit beginnen sollte.
Tabakkonzerne locken gezielt junge Menschen mit E-Zigaretten, Nikotinbeuteln und bunten Marketingtricks, warnt die WHO. Auf der internationalen Anti-Tabak-Konferenz in Genf beraten 183 Staaten über Gegenmaßnahmen – von Filterverbot bis Steuererhöhung. Experten warnen: Aggressive Strategien könnten hart erkämpfte Fortschritte zunichtemachen.
Das Mammografie-Screening senkt nachweislich die Brustkrebs-Sterblichkeit um bis zu 30% – dennoch nimmt nur jede zweite Frau teil. Angst vor der Untersuchung, Unsicherheit über Befunde und mangelnde Information bremsen die Akzeptanz. Experten setzen auf mehr Aufklärung, persönliche Beratung und digitale Terminangebote, um die Quote zu erhöhen.
Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum präsentieren die Ergebnisse des 1. Nationalen Krebspräventionsgipfels: Fünf konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik, um Prävention wirksam zu verankern und die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zu senken. Denn 40% der 500.000 neuen Krebserkrankungen in Deutschland pro Jahr wären…
Zöliakie, Lupus und Typ-1-Diabetes sind mit einem erhöhten Risiko für Krebs im Verdauungstrakt assoziiert. Die Studienautor:innen fordern nun gezielte Vorsorgeprogramme – insbesondere für junge Patienten mit Autoimmunerkrankungen.
Trotz stabiler Teilnahmezahlen erreicht das Mammografie-Screening weiterhin nicht das Vor-Pandemie-Niveau. Jede zweite Einladung wird ignoriert – dabei zählt Früherkennung zu den wirksamsten Maßnahmen gegen Brustkrebs. Im Ländervergleich liegt Sachsen-Anhalt unter den Top 5.
Zum Weltmännertag zeigt eine aktuelle Statistik aus Hessen: Alkoholmissbrauch ist 2024 der dritthäufigste Grund für einen Klinikaufenthalt bei Männern – rund 10.700 Fälle. Bei Frauen sieht das Bild anders aus: Hier steht an dritter Stelle der Oberschenkelbruch. Was steckt hinter diesen Unterschieden?
Krebs gehört zu den häufigsten Todesursachen. Alleine in Deutschland verstarben 2023 Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zufolge 238.622 Menschen an Krebs. Prognosen sagen einen starken Anstieg der Zahlen von Krebsneuerkrankungen in der Zukunft voraus: von 18,5 Millionen im Jahr 2023 auf 30,5 Millionen im Jahr 2029.